Studienreise nach England
21 Schülerinnen und Schüler unserer Schule aus den Klassen WG 11, WG 12 und W1 nahmen gemeinsam mit 26 Sechstklässlerinnen und Sechstklässlern des Hölderlin-Gymnasiums Nürtingen an einer Englandfahrt in den Südwesten Englands teil. Auf die Reisegruppe warteten sechs abwechslungsreiche Tage voller kultureller Entdeckungen, beeindruckender Landschaften und unvergesslicher Erlebnisse. Nach der nächtlichen Anreise und der Fährüberfahrt über den Ärmelkanal wurden die Teilnehmenden bereits von den beeindruckenden White Cliffs of Dover begrüßt – für viele war dies der erste unvergessliche Blick auf England. Auf dem weiteren Weg machte die Gruppe einen Zwischenstopp am weltberühmten Stonehenge, bevor die Fahrt weiter nach Exmouth führte. Dort wurden die Jugendlichen herzlich von ihren Gastfamilien empfangen und erhielten in den folgenden Tagen einen authentischen Einblick in den britischen Alltag und die englische Lebensweise.
Bereits am zweiten Tag führte ein Spaziergang entlang der Küste zur „Geoneedle“, dem Beginn der berühmten Jurassic Coast. Bei herrlichem Sonnenschein erkundeten alle die beeindruckende Küstenlandschaft, unternahmen ausgedehnte Strandspaziergänge und hielten nach Muscheln und anderen kleinen Schätzen Ausschau. Einige besonders Mutige ließen es sich sogar nicht nehmen, durch das noch erstaunlich kühle Meer zu waten. Am Nachmittag beeindruckte die historische Universitätsstadt Exeter mit ihrer imposanten Kathedrale und den verwinkelten Gassen. Anschließend blieb noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war der Ausflug an die spektakuläre Küste Cornwalls. Zunächst führte der Weg zur Bucht von Trebarwith Strand. Bei Ebbe konnten dort Höhlen erkundet und die raue Schönheit der Küstenlandschaft hautnah erlebt werden. Anschließend führte der Weg hoch über die schroffen Klippen der Nordküste Cornwalls in Richtung Tintagel. Der stürmische Atlantik und die spektakuläre Steilküste machten diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Von dort aus bot sich ein eindrucksvoller Blick auf das sagenumwobene Tintagel Castle. Den Abschluss des Tages bildete ein Bummel durch den malerischen Küstenort Tintagel.
Auch die geschichtsträchtige Stadt Bath durfte im Programm nicht fehlen. Dort besichtigten die Teilnehmenden die gut erhaltenen römischen Bäder und erfuhren bei einer Führung viel über die Geschichte der Stadt. Anschließend führte ein Rundgang zu den berühmten Bauwerken „The Circus“ und „Royal Crescent“, die vielen aus der Serie Bridgerton bekannt sind. Am Nachmittag blieb ausreichend Zeit, Bath in kleinen Gruppen auf eigene Faust zu entdecken.
Im Dartmoor-Nationalpark wartete schließlich Natur pur. Bei einer Wanderung durch die eindrucksvolle Moorlandschaft konnten frei lebende Dartmoor-Ponys aus nächster Nähe beobachtet werden. Anschließend ging es hinauf auf die typischen Granitfelsen („Tors“), während der Guide spannende Geschichten über die Entstehung und Geschichte dieser einzigartigen Landschaft erzählte. Den Abschluss des Tages bildete ein Aufenthalt in Plymouth. Dort erinnerte vieles an die bewegte Seefahrtsgeschichte der Stadt: Vom historischen Hafen aus brach die „Mayflower“ mit den Pilgrim Fathers im Jahr 1620 zu ihrer berühmten Überfahrt nach Nordamerika auf. Anschließend blieb noch Zeit, die Hafenstadt zu erkunden, bevor der letzte Abend in den Gastfamilien verbracht wurde.
Auf der Rückreise legten die Teilnehmenden einen Zwischenstopp in London ein. Bei einem gemeinsamen zügigen Spaziergang ging es vorbei am Buckingham Palace, den Houses of Parliament, Big Ben und der Westminster Abbey bis zum Westminster Pier. Den krönenden Abschluss bildete eine Bootsfahrt auf der Themse nach Greenwich. Vom Wasser aus boten sich noch einmal eindrucksvolle Ausblicke auf zahlreiche Wahrzeichen Londons – darunter die Tower Bridge, St Paul’s Cathedral und das London Eye – und bildeten einen gelungenen Abschluss der Reise.
Die Englandfahrt bot eine gelungene Mischung aus Geschichte, Natur, Kultur und Sprachpraxis. Besonders die Begegnungen mit den Gastfamilien, das gemeinsame Entdecken der englischen Landschaften und Städte sowie die vielen kleinen Erlebnisse unterwegs machten die Reise zu einer wertvollen Erfahrung, die allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.


